Dem einen oder anderen Vorbeikommenden wird es vielleicht schon aufgefallen sein: Viele Straßen und Plätze in Heide erstrahlen in neuem Licht – zumindest bei Dunkelheit. Denn seit geraumer Zeit rüstet die Stadt ihre Laternen nach und nach auf sogenannte Leuchtdioden-Technik (LED) um. Die spart nämlich jede Menge Energie.
Die umfassende Modernisierung der Straßenbeleuchtung schreitet kontinuierlich voran, so Kay Teckenburg. „In den vergangenen Wochen wurden rund 150 weitere Laternen umgebaut“, sagt der Energiemanager der Stadt Heide. „Auf dem Wohnmobilstellplatz, rund um das Rathaus und an mehreren Straßen im Stadtgebiet haben Mitarbeiter der von uns beauftragten Fachfirma alte Leuchtenköpfe abgebaut und durch moderne LED-Lampen ersetzt.“
Mit der Langzeitmaßnahme verfolgt die Stadt mehrere Ziele. Zum einen geht es darum, Energie – und damit auch Kosten – zu sparen. „Der Energieverbrauch dieser 150 Laternen wird dadurch um 85 Prozent reduziert.“ Zum anderen spiele aber auch der Klimaschutzgedanke eine wichtige Rolle, so Teckenburg weiter. „Auf die Lebensdauer der Leuchten gerechnet, vermeiden wir damit die Emission von mehr als 770 Tonnen CO2.“
Das Gesamtinvestitionsvolumen der LED-Umrüstung beträgt gut 81.000 Euro. Rund ein Drittel der Summe kommt dabei von der Bundesregierung. Sie unterstützt das Vorhaben im Rahmen ihrer Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der initiiert und fördert das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten, von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördervorhaben. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen, findet Kay Teckenburg. „Die Initiative trägt zur Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei“, sagt er. „Von ihr profitieren Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.“
Die mit Geld aus Berlin geförderte Umrüstung in Heide gilt speziell für die Straßenlaternen, die mit den besonders energieintensiven Quecksilberdampflampen bestückt sind. Allerdings ist sich Kay Teckenburg sicher: „Auf lange Sicht werden wir die komplette städtische Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umstellen.“
Insgesamt ist die Stadt Heide für rund 2800 Straßenlaternen und -lampen zuständig.
Weitere Informationen über die Klimaschutzinitiative können auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit oder unter http://www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen nachgelesen werden.
Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Förderkennzeichen: 03K05424